Das Jonastal Projekt

 

Geheime Untergrundanlagen aus der Zeit des Dritten Reiches in Thüringen:
Jagd nach einem Phantom ??

Thueringen, Region Ohrdruf - Arnstadt Die NS-Aktivitäten im Gebiet zwischen den Städten Arnstadt und Ohrdruf in Thüringen liegen weitgehend im Dunkeln. Seit dem Ende des 2. Weltkrieges geben sie Anlass zu Spekulationen und Forschungstätigkeiten. Dabei geht es um die Klärung der Frage,  ob  es außer den bereits bekannten Untergrundanlagen noch weitere gibt. Die Forscher hoffen,  Einlagerungen von Kunstschätzen,  Reichsbankgold, wichtige Dokumente und Einrichtungen, die Einblick in den Stand der geheimen Waffenforschung des Dritten Reiches geben könnten,  zu finden.

Allgemeiner Ausgangspunkt  aller  Forschungen ist das Jonastal. In diesem Tal setzte gegen Ende des 2. Weltkrieges ab November 1944 eine fieberhafte Bautätigkeit ein. Unter Einsatz von Zwangsarbeitern aus  Konzentrationslagern wurden 25 Stollen (Gesamtlänge ca. 2.300 Meter)  in den Hang getrieben. Die Bezeichnung für das Bauvorhaben war S III (Sonderbauvorhaben III).  Sinn und Zweck der 25 Stollen im Jonastal sind bis heute unklar. Sollte hier das "letzte Führerhauptquartier" errichtet werden? Oder wurde die offen sichtbare Baustelle nur zum Schein betrieben, um den großen Häftlingseinsatz für geheime Arbeiten an anderer Stelle im Berginneren zu tarnen? Mutmaßungen gibt es viele. Die über das Archiv des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald nachgewiesenen Häftlingstransporte scheinen für eine Scheinbaustelle zu sprechen:  Im Zeitraum von November 1944 (Baubeginn) bis Ende März 1945 (Aufgabe der Baustelle) wurden ca. 25.000 Häftlinge nach S III gebracht. Verschiedene Autoren vermuten,  dass der außergewöhnlich hohe Einsatz von Häftlingen mit einem bisher unbekannt gebliebenen Deutschen Atom - und Raketenforschungszentrum in Zusammenhang stehen könnte. Diese Räumlichkeiten sollen sich irgendwo im Untergrund zwischen Arnstadt und Ohrdruf befinden. Derartige Behauptungen stehen in direktem Gegensatz zur allgemeinen Geschichtsschreibung.  Offiziell hat Deutschland keine Atomwaffenforschung betrieben. Offiziell hatte Deutschland außer der V2 keine weitreichenden Raketen und schon gar keine Interkontinentalrakete. Offiziell gibt es im Raum Ohrdruf - Arnstadt nichts mehr zu finden, was nicht schon bekannt ist. 

Nun könnte man annehmen, dass in den Aufklärungsberichten der ESSP Foto - Jonastal Stollen Nr. 23inheiten der THIRD US ARMY  etwas über den für die damalige Zeit gewiss außerordentlich bedeutsamen Fund unterirdischer Atom- und Raketenforschungsanlagen im Raum Ohrdruf vermerkt sein müsste. Und man könnte weiterhin der Ansicht sein, dass man nur die alten Armeeunterlagen durchsehen müsste, um herauszufinden,  was die Amerikaner bei ihrem Einmarsch fanden. Eine derartige Recherche in den National Archives, Washington  förderte jedoch nur wenig Material zutage. Hinweise  auf etwaige Atomforschungseinrichtungen  tauchen an keiner einzigen Stelle auf. Vereinzelt werden aber in den Aufklärungsberichten die Aussagen von Zivilisten oder gefangen genommenen Soldaten (PW) zitiert.  Diese lassen den Schluss zu,  dass die amerikanischen Truppen außer auf die 25 Stollen auch noch auf andere Untergrundanlagen gestoßen sind.

Zum Beispiel geht aus der  im typischen Armee-Kurzstil gehaltenen Meldung  vom 5. April 1600 Uhr  ( Meldung Nr. 65 in:  G-2 Journal HQ's 4TH ARMD  DIV, A.P.O. 254,  U.S. ARMY National Archives,  Washington)  hervor, dass polnische Zivilisten (vermutlich ehem. Zwangsarbeiter,  Anmerkung P.S.)  berichten, dass sie damit befasst waren (wörtlich): "to dig tunnels for underground factory to manufactur V-1 rockets (no rockets have been made there to date)  GOSSEL ( J1949)  camou completed factory no pers allowed near  this place which is located about 2 mi N of GOSSEL/on 3 Apr was manufacturing V-1 s and experimentating with V-3s".  Diese Aussage belegt die Existenz einer Untergrundanlage nördlich Gossel.

Die gleiche materialarme  Situation haben wir in Deutschland. Auch hier nur eine äußerst spärliche Quellenlage mit  Hinweisen von Zeitzeugen,  einigen Merkwürdigkeiten und mehr oder weniger begründbaren Vermutungen. Die Quellenlage ist durchaus geeignet, die Theorie der Existenz eines sich noch im Verborgenen befindlichen deutschen Hochtechnologiezentrums zu stützen,  aber einen B e w e i s,  gibt es bisher nicht.  Bislang ist es nicht gelungen,  auch nur eine einzige der  Bunkeranlagen oder einen der  ehemaligen Zugänge durch Freilegung nachweisen.  Sämtliche der bekannt gewordenen Bezeichnungen zur  Lage der Anlagen oder zur Lage der ehemaligen Zugänge sind eher  großflächig "genau" und nicht geeignet, konkrete messtechnisch oder grabungstechnisch erschließbare Flächen  zu definieren. Man weiß einfach nicht,  wo man unter Inkaufnahme vertretbarer Kosten und mit hinreichender Erfolgswahrscheinlichkeit  ansetzen soll.  Das macht die Beweisführung letztlich unmöglich und das ganze bleibt Fiktion.

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Eines der Hauptargumnente, das gegen die Annahme eines Phantoms spricht, ist die Anzahl der eingesetzten Zwangsarbeiter. Um  die Dimension zu verdeutlichen,  sei die Anzahl von Häftlingen auf  einer anderen,  ähnlichen Baustelle angeführt: Wizernes,  am Englischen Kanal, in der Nähe von Calais gelegen. Hier wurde durch die Organiation Todt zwischen November 1943 und Juli 1944 (Zerstörung durch eine amerikanische Bombe) eine V 2 Abschussbasis erstellt. Einzelheiten sind unter www.v2rocket zu finden. Die Anlage bestand aus einem unterirdischen Dom (Innendurchmesser 61 Meter, Innenhöhe 24 Meter, die Höhe der senkrecht stehenden V2 beträgt 14 Meter !)  nebst zugehörigen Stollen und Bunkern von etwa 7000 Metern Gesamtlänge. Dieses Bauwerk wurde mit 1.500 Häftlingen erstellt. Fazit: Zur Erstellung der 25 Stollen im Jonastal wären demnach "nur" ca. 300 -500 Häftlinge notwendig gewesen.  Die Anzahl der beschäftigten Häftlinge spricht daher  für die Existenz weiterer Bauwerke unter der Erde. 

Ein weiteres Argument das für die Existenz von geheimem Nazi-Anlagen im Untergrund spricht,  findet sich in den "Erinnerungen" eines amerikanischen Offiziers.  Colonel (U.S. Oberst)  Allen diente in der THIRD US ARMY unter General Patton und beschreibt in seinem Buch den Vormarsch der amerikanischen Truppen. (Robert S. Allen, " Lucky Forward. The History of Pattons Third U.S. Amy",  erschienen in New York bei Vanguard Press, 1947 u. 1971. - "Lucky" , zu übersetzen mit "glücklich" war der Deckname des Hauptquartiers von General Patton, der Buchtitel Allens knüpft hieran an, "Lucky Forward" heißt somit soviel wie "Glücklich vorwärts, voraus".)  Auf Seite 297 der Ausgabe von 1971 berichtet Allen von der Existenz mehrerer Untergrundanlagen, die die sich im Raum Ohrdruf und in den nahegelegenen Ortschaften befinden (Zeitzeuge Colonel Allen - zur Kopie dieser Seite, bitte hier klicken).  Zitat 1:" Over 50 feet underground, the installations consisted of two and three stories several miles in lenght and extending like the spokes of a wheel".  Zitat 2:" There were four in and around Ohrdruf: one near  the horror camp, one under  the Schloss and two west of  the town. Others were reported in the near by villages".  Zählt man nach, so sind es mindestens 6 Anlagenkomplexe, die die Amerikaner bei ihrem Vormarsch fanden.  Fazit: Die Amerikaner haben  haben im April 1945  Untergrundanlagen entdeckt,  bei denen es sich  nicht um die bereits bekannten 25 Stollen handeln kann, da diese weder eine Wagenradform haben, noch mehrstöckig sind. 

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Die Meldung in den G-2-Aufklärungsberichten (es gibt noch weitere, Anm. P.S.) und die Aussage Allens sprechen daher,  ebenso wie die große Anzahl der eingesetzten Häftlinge für die  Existenz von bisher unbekannten  Bauwerken unter der Erde. 

Schon 1992 hat SSP-EXPLORATION  diese Vermutung zum Anlass genommen,  das  Jonastal und seine Umgebung  mit radiästhetischen Methoden zu erkunden. Mehrere ehemalige Luftschächte wurden über Hohlraumvorkommen entdeckt. Die Ergebnisse der Hohlraumortungen wurden mit den zur Verfügung stehenden Aussagen von Zeitzeugen abgeglichen. Weiterhin flossen Erkenntnisse aus historischen Recherchen, Luftaufnahen und eigenen erdoberflächlichen Entdeckungen ein. Im Verlauf der Jahre verdichtete sich das Mosaik aus Einzelinformationen zu einem Gesamtbild der diversen großangelegten unterirdischen Stollensysteme. 

Näheres über die Methode und Arbeitsweise ist diversen Presseberichten und eigenen Beiträgen zu entnehmen.  Zum Beispiel:  Stephan Görisch im Darmstädter Echo vom 22.September 2004: "Mit der Wünschelrute Keller geortet". Im Beitrag geht es um den erfolgreichen Nachweis unterirdischer Hohlräume in der Burgruine Rodenstein  in Hessen. 

 In diesem Zusammenhang sei auch auf den Beitrag "Raketen in Thüringen - Neue Hinweise auf eine unbekannte Nazi- Waffenschmiede" - Andreas Oberholz in "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" vom 27. Oktober 2002 verwiesen welches in gemeinschaftlicher Arbeit recherchiert wurde. 

 

 

English version :

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